Die Akupunktur ist eine Behandlungsmaßnahme innerhalb einer ganzen Reihe von therapeutischen Interventionen im Bereich der Chinesischen Medizin. Der Therapieplan kann neben der Akupunktur noch weitere therapeutische Maßnahmen vorsehen, wie etwa Qi Gong, Ernährungsempfehlungen, Moxibustion oder Akupressur.
Qi Gong ist der Name für prophylaktische Methoden, in der mit spezifischen Übungen die Lebensenergie angeregt wird. Der Übende leitet mit dem Atem Qi durch seinen Körper und löst dadurch Blockaden. Qi Gong reguliert die Atmung, das Nervensystem, den Kreislauf und den Stoffwechsel, es stärkt das Immunsystem, fördert die Konzentration, die Erinnerungskraft und die Lernfähigkeit. Geeignet ist es für jedes Lebensalter. Kinder werden durch Qi Gong ruhiger und selbstbewusster, älteren Menschen gibt es mehr Spannkraft und Vitalität.
In der chinesischen Ernährungsmedizin lassen sich viele Störungsmuster durch die aufgenommene Nahrung beeinflussen. Jedes einzelne Nahrungsmittel ist durch seine charakteristischen Eigenschaften einer Kategorie zugeordnet, z.B. wärmend, kühlend oder befeuchtend, die Auskunft gibt über die zu erwartende Wirkung in unserem Körper. Durch individuelle Gestaltung des Speiseplans lassen sich so viele Störungen direkt beeinflussen.
Die Moxibustion ist das Anwärmen von Akupunkturpunkten durch Abbrennen von getrockneten Blättern des Beifuß. Die Blätter der Pflanze werden getrocknet, gereinigt und zu einem watteartigen Pulver verarbeitet. Die Hauptanwendungsgebiete der Moxibustion sind Erkrankungen von chronischem Charakter, z. B. chronische Bronchitis, chronisches Asthma, Depressionen, Schwächezustände nach chronischen Erkrankungen, chronische Diarrhö sowie Erschöpfungsreaktionen.
Die Tuina ist die chinesische Form der Akupressur. Durch gezielte Massage an Akupunkturpunkten wird eine Heilwirkung bei mittelschweren Störungen und Erkrankungen erreicht. Das Hauptanwendungsgebiet der Akupressur ist die Behandlung von leichten und mittelschweren Schmerzzuständen wie Kopfschmerzen, Gesichtsschmerzen, Nacken-, Kreuz- und Schulterschmerzen. Auch psychosomatische Störungen lassen sich ebenfalls positiv beeinflussen, wie z. B. Nervosität, innere Unruhe, Schlafstörungen, Menstruationsstörungen aber auch Übelkeit!